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VUCA

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Veröffentlicht von Oliver Ruoff · 8 Juni 2020
VUCA … schon wieder ein Buzzword. Ja, allerdings ein „altes“. Der Begriff stammt aus der Zeit nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und dem Zusammenbruch des sozialistischen Länderbündnisses unter Vorherrschaft der „UdSSR“.
Auf einmal war der Feind und das Feindbild weg. Zu dieser Zeit entstand am United States War College der Begriff VUCA, der dazu diente die multilaterale Welt nach dem Ende des Kalten Krieges zu beschreiben.
VUCA als Akronym steht für V…Volatility (Volatilität), U…Uncertainty (Unsicherheit), C…Complexity (Komplexität) und A…Ambiguity (Mehrdeutigkeit). Diese 4 Begriffe beschreiben auch den Status der heutigen Weltwirtschaft sehr gut. Durch geringere Markenbindung und veränderte Prioritäten im Einkaufverhalten wird die Volatilität höher. Ganz aktuell führen z.B. „Handelskriege“ wie zwischen USA und China zu einem hohen Maß an Unsicherheit. Das Besetzen von immer mehr Nischen in einem immer globaleren Markt führt zu hoher Komplexität. „One fits all“, „best practices“, „die Königslösung“ gibt es nicht mehr. Schwarz und Weiß wird immer mehr zu bunt und damit „Mehrdeutig“.
VUCA bezeichnet also den Zustand der heutigen globalen Wirtschaft ganz gut. Aber die Begrifflichkeit lässt sich auch umdrehen und so bekommt man einen Ansatz um mit diesem Zustand umzugehen.
In dieser Version des Akronyms VUCA steht V für Vision. Damit wird ein Leitbild geschaffen um in einer volatilen Welt eine Orientierung zu bekommen. Zwar hat Helmut Schmidt das Bonmot geprägt "Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen". Das lässt sich so aber kaum halten.
U steht dann für „Understanding“. Wirk-Zusammenhänge verstehen um im Unternehmen die wesentlichen Prozesse mit Ursache-Wirkung zu anderen Schlüsselprozessen zu verstehen.
C bedeutet „Clarity“, Klarheit oder auch Einfachheit. Genau hier setzt im Schwerpunkt das Thema „Komplexitätsmanagement“ an. Allerdings auch bereits bei U.
Last but not Least A für Adaptability oder auch Agility. Anpassungsfähigkeit. Beweglichkeit. Agile Organisationsansätze und agiles Projekmanagement ersetzen herkömmliche hierarchische Führungsstrukturen und traditionelles Projektmanagement.
Bereits oben habe ich einen Ausblick gegeben wie in diesem Kontext „Komplexitätsmanagement“ helfen kann. Zum Einen wird die Komplexität sowohl des Produktprogramms aber auch aller weiteren Einflussgrößen auf die Schlüsselprozesse hinterfragt. Kundenstrukturen, Lieferantenstrukturen, Produktstrukturen, Organisationsstrukturen, … werden „abgeklopft“ und auf Möglichkeiten zur Vereinfachung überprüft. Modularisierung, Baukastensysteme, ABC-Analysen,… sind nur einige Ansätze dazu.



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